Côte d’Azur * Monaco

They drive a limousine and we´re still a bike, they on the factory, but we´re on strike…


­Monaco View>>>

Mein Blogeintrag heißt Monaco und ich bin sehr froh darüber diesen schreiben zu dürfen. Nach vielen interessanten Eindrücken über die mediterane und einfache Lebensart am Meer standen wir nun eines morgens hoch oben auf einem der Berge.

Es war gegen 6.00 Uhr früh und die Sonne war der Wegbereiter für eine bezaubernde Sicht auf Monaco.


Es ist leider nicht in Worte zu fassen welche Faszination die Abfahrt nach Monaco auf uns ausübte. Man fährt abwärts, Rucksäcke und sonstiger Kram erscheint nur noch halb so schwer und man hat einen einzigartigen Ausblick über den Stadtstaat. Dann erinnere ich mich schlagartig an verschiedene Viedeospiele und kenne diese Abfahrt bereits. Ich bin sie mit diversen Rallyebulliden abgefahren.

Es sind Sonnenaufgänge am Strand, wildwachsende Oliven und Orangen, eine atemberaubende, angenehme Wärme in der Luft, die Architektur des Mittelmeerraums. Landschaften, Leute, eine von der Sonne bestimmte Lebensart und natürlich wir. Die sich in dieser Hitze nur sehr gemütlich fortbewegen. Es ist eine Berg- und Talfahrt entlang der Côte d’Azur. Tolle Abfahrten, nach kilometerlangen Aufstiegen, die meist in der prallen Sonne verlaufen.

Monaco Casino

Der Hafen war überfüllt mit Prachtschiffen und an jeder Ecke wurden riesige Festzelte, Bühnen oder Backstagebereiche gebaut. Und bedingt durch die bevorzugte Anreise per Schiff waren auch innerhalb weniger Stunden ganze Scharen von Bootsregattern am Start. Viele, viele Menschen in der 33 tausend Menschengroßen Stadt.

Wir haben in dem Trubel dann, zwischen ein paar Felsspalten, einen kleinen Strand gefunden, an dem wir viel Zeit verbrachten. Die Yacht Show gab viele Möglichkeiten zur Abendgestaltung. Also waren wir eigentlich überall. Erwähnenswert war auf jeden Fall die Party im “Stars´n´Bars” direkt am Hafen. Dort trafen wir Leute aus sogut wie allen westlichen Ländern. Wir trainierten unsere Skills im Kickern und die Leistungsfähigkeit unserer Leber. Dabei entstand auch der folgende Reisebericht, mit einem kleinen Intro bestehend aus Handyvideos. (Soll ja Menschen geben die ganze Spielfilme mit so einem Telefon aufzeichnen, wir hoffen die Unterhaltsamkeit leidet nicht unter der Quali.)

Interessant ist dazu allerdings ein paar Dinge zu erläutern. Jeder der irgendwie ein wenig Systemverständnis besitzt ist in der Lage die feinen Unterschiede zu erkennen und sich das Beste rauszunehmen. Vorausgesetzt er will das. Für jemanden, der die finanzielle Vorraussetzung hat und genau das möchte, gibt es fantastische Dinge in Monaco. Es existiert keine Einkommenssteuer, auch keine Erbschaftssteuer und es werden einem sogar die Finanzvergehen aus anderen Ländern nicht angerechnet. Und Monte Carlo ist schön, mit ein bisschen Glück hat man auch bekannte Nachbarn. Das macht es denke ich ganau für die Menschen interessant, die hier leben. Nach einiger Zeit in der Stadt und einer erfolgreichen Erkundungstour hat es uns ans Dock gezogen. Zum Glück waren dort gerade die Vorbereitungen für die “Monaco Yacht Show” und somit war dort hochbetrieb.

Die letzte Etappe von Como über Candu nach Milano war der absolute Hass, geschätzte 1000 Höhenmeter, die tatsächlich nur bergauf verlaufen zu scheinen, bei Nacht und ohne Bürgersteig oder ähnlichem. Wenn man in Italien mit dem Rad unterwegs ist, merkt man das als erstes an den Bürgersteigen. Falls sie existieren, haben sie diese Bezeichnung nicht verdient, zu mindestens außerorts … erinnert mich persönlich sehr an die Straßenqualität um die Wende. Aber nichts desto trotz erreichen wir unsere Zwischenetappe Candu nachts gegen 1:00 Uhr und hatten das Glück das die lokale Bahnstation für uns nicht verschlossen war. Dies besorgte uns zwar auch etliche Gesellschaft, aber wer will sich schon mit zwei Atzen wie uns messen. Während Kosta noch die Energie besaß ein Video zu schneiden und zu bearbeiten, war bei mir alles vorbei. System Error. Keine 5 Minuten und ich war weg, eingeschlafen auf einer Holzbank in einem alten Bahnhof.

Monaco at night

Am nächsten Morgen war ich arg verwundert darüber, wie körperliche Schmerzen durch Schlaf verschwinden. Zwar waren Schultern, Waden und mein Kreuz noch ziemlich gereizt, aber ich war auf jeden Fall in der Lage bis nach Milano Centre zu fahren. Wir erreichten Mailand gegen 8:00 Uhr. Im Gegensatz zur Schweiz das absolute Kontrastprogramm. Hektik, Lärm und Schmutz soweit das Auge reicht. Ich will nicht sagen das Italien dreckig ist, das wäre übertrieben, aber im Vergleich mit unseren bisherigen Stationen bin ich durchaus überrascht.

Die Sonne hat uns dann aus einem kurzen Schlaf am Strand geweckt und wir verbrachten noch ein paar Stunden in der monegasischen Hauptstadt, den wesentlichen Teil am Meer.

Wir sind jetzt aufgebrochen nach Nizza. Auf der Hälfte der Strecke trafen wir einen Freund aus Nizza mit dem wir gerade einige Stunden in der Sonne verbringen. Abschließend bleibt nur zu schreiben, dass die Sonne scheint. Alles andere läuft sowieso.

Cheers!


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