Glarus

Nach einen paar Tagen Abstinenz & Urlaub in der Schweizer Idylle, geht es nun endlich weiter mit ein paar Worten über Bilderbuch- Landschaften und anderen Käse.


Klausen Pass>>>

Nachdem wir in Basel einen kulturellen Mix vom Feinsten erleben durften, sind wir aufgebrochen in Richtung Zürich.

Eine Stadt die im krassen Gegensatz zu Basel steht. Nicht nur die kulturelle Prägung, auch der gesamte Flair sind hier von einer ganz anderen Art. Zürich scheint das München der Schweiz zu sein. Das bestätigt sich auch als wir bei einem Kaffee mit der Dame “Von A.” ins Gespräch kommen. Sie erzählt uns von ihren wilden Tagen, der Züricher Szene und von Mode. Mir persönlich passt das ziemlich gut, da wir ja eines absehbaren Tages auch für Mode einstehen wollen.

Sie arbeitet in einer stilvollen Boutique um die Ecke und leider reicht unsere Zeit nicht das Gespräch ins Unendliche fortzusetzen. Aber man ist ja vernetzt heutzutage.


Klapraad hoch oben

Nach wenigen Stunden in dieser Schweizer High Society sind wir auf dem Weg durchs grün. Viel grün. Es wird lediglich durch den Beginn der Alpen abwechslungsreich und bestätigt in diesem Moment mein Bild der tristen Schweiz. Irgendwann sind nur noch Berge um uns herum. Kahle, klischeehafte Berge, die aussehen als ob jemand qualitativ hochwertige Schinkenstreifen zu einem Berg faltet. Das Wetter ist  spitze, fast schon zu warm für mein Bild von der Schweiz.

Angekommen in Glarus klappe ich ähnlich meinem Fahrrad nach, keine Ahnung, vielleicht 54 Stunden ohne Schlaf zusammen. Also mir geht es eigentlich super, die Sonne scheint, aber mein Körper ist nun doch leider keine Maschiene Wobei ich feststellen muss das eine Art Avatar für eine solche Reise von wesentlichem Vorteil wäre.
Nach einer Stunde Schlaf, in diesem ziemlich romantischen Örtchen, begrüßt mich die Stimme unseres Gastgebers. Kann ich ja auf den Tod nicht leiden. Also geweckt zu werden. Ich denke man konnte es mir auch dezent anmerken als ich ohne ein Wort des Dankes direkt in unser Gästezimmer ging um zu schlafen. Irgendwann bin ich nach gefühlten 10 oder 17 Tagen Schlaf wieder erwacht und fühlte mich erstmalig seit Wochen wieder… Da. Komplett im Hier. Man darf nicht vergessen, dass schon die Tage vor unserem Aufbruch einem Chaos glichen. Nach außen zumindest. Hier noch schnell etwas für eine aus Ostzeiten legändere Rallye machen, dort eine Trafostation über Nacht bemalen, weil es zeitlich nicht mehr anders umzusetzen war. Und zwischendurch einer jungen Familie das Haus verschönern. Natürlich alles neben den eigentlichen kleinen und großen Sorgen.

Kosta and Kaiser

Nun, ausgeschlafen und erholt verbringen wir eine wundervolle Zeit in der Zentralschweiz und werden königlich versorgt. Es grenzt an Beleidigung wenn ich mich nun versuche zu bedanken. Vielen herzlichsten Dank an unsere Leiheltern.

Erstmalig wurde mir die Schweiz als Ganzes vertraut. Pässe, Bergseen, Lebensart und Käse sind wenige Stichpunkte die uns liebevoll und live präsentiert wurden. Ich bin nach ein paar Tagen Ruhe, Ausflügen nach Brunnen und dem Klausenpass, sowie Mark Ashley im TV ein wahrer Fan der Schweiz geworden. Um es mit Kaisa´s Worten zu verdeutlichen:
“Die Schweiz ist irgendwie wie Deutschland, nur in schön.”

Nun sind wir also endgültig bereit für den Rest Europas und starten los um den deutschsprachigen Raum zu verlassen.
Was unserer intellektuellen Leserschaft sicherlich bewusst ist, uns aber erst bewusst werden sollte, ist das die Alpen zu passieren mit einem Ein-Gang Klappfahrrad kein Scherz ist. Das ist lebensgefährlich.

Ich werde an dieser Stelle alles weitere offen lassen. Und, sollten wir das überlebt haben, wird The Kaisa sicherlich ein paar Worte darüber verlieren warum man das auf gar keinen Fall machen sollte. Also los nach Mailand…

 


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